Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
Einer meiner absoluten Lieblingstauchgänge und ein „must have done“ bei jedem Aufenthalt im Camp. Der Einstieg sollte bei niedriger bis keiner Welle stattfinden. Hingekarrt wird man mit dem Jeep, ca. 7 km weiter südlich, bis zu einem unscheinbaren Hügel. Dort befindet sich das Wrack eines total zusammengeschossenen und verrosteten Lkw’s (geschätztes Baujahr 1950). Keine Sorge, keine Wegelagerer haben diesen Truck so zugerichtet. Er wurde lediglich für Zielübungen des damals hier stationierten Militärs verwendet und zurückgelassen.

Mit dem Gerödel geht es diesen Hügel herunter, ein kurzes Stück über das Riffdach und dann rein in einen wunderschönen Korallengarten. Bis zu drei Meter hohe Korallenblöcke bilden hier einen echten Tummelplatz für Unterwasserfilmer. Der Grund dazwischen besteht aus Sand, so dass die Kontraste hier farblich besonders zur Geltung kommen. Maximaltiefe in diesem Bereich sollte die fünfzehn Meter Marke nicht überschreiten. Ist auch aus zwei Gründen nicht nötig. Erstens gibt es darunter nur selten was zu sehen, ausser vielleicht einen gerade vorbeikommenden Napoleon. Zweitens liegt nach diesem schönen Auftakt noch eine gute Tauchstrecke vor einem. Man hält sich also im Bereich von ca. zehn Metern mit der Riffwand zur Rechten und hält die Augen vor allem nach Steinfischen, Schnecken und sonst. Kleintierchen auf. Es lohnt sich wirklich spätestens nach ca. 20 Minuten auf eine Tiefe von max. 5 Metern hochzutauchen, da die Korallen am Eingang zur Bucht „Kilo Tamania“ wirklich erstklassig sind (siehe Foto).



Nachdem man sich also an den Farben reichlich berauscht hat, lohnt es sich auch mal im Sandgrund weiter von der Riffkante weg zu stöbern. Besagte Schnecken kreuchen hier häufig herum und woran ich immer Spaß habe, eine Schule Sepien, die praktisch standorttreu ist und sich vor dem entspannten Taucher wie eine Perlenkette aufreiht und ihn dabei neugierig beäugt. Der Weg zum Ufer ist recht lang, da die Bucht sehr flach abfällt. Also ähnlich wie Egla ein toller Platz zum „Planschen“ oder für einen sicheren Nachttauchgang. Schildkröten und Muränen gibt es hier ebenfalls häufig zu sehen. Ich kenne sogar eine Taucherin, die mir nachweislich von einer Hammerhaibegegnung (ein Jungtier) berichtete. So wie alle Marsas (Buchten) schöne Orte zum Spielen und sich Ausprobieren sind, so sehr schätzen auch Delfine diese Plätze. Ich hatte zwar noch nicht das Vergnügen, aber es gibt immer wieder Berichte von Tauchern, die mit diesen lustigen Gesellen dort zusammentrafen. Die Chance ist also da!



Wer den etwas sportlichen Einstieg bei Porides nicht machen will, kann sich auch direkt an der Sandbucht absetzen lassen und den Tauchgang dort beginnen. Die Bucht allein bietet schon genug Sehenswertes und ist auch groß genug, um mehr als einen Tauchgang mit Attraktionen zu füllen.



Fazit:    Ein schöner Platz für einen gemütlichen Tauchgang im          
             Flachwasser, deshalb aber vor allem bei ruhiger See zu
             empfehlen.



Porides – Kilo Tamania in Zahlen:   

(Skala: niedrigster Wert (1): einfach bzw. schlicht – höchster Wert (5): schwer bzw. sehenswert)

Anspruch:              3 (Porides)/  1 Strandeinstieg
Attraktivität:        3-4
Zus. Kosten:          keine
                              Nachttauchgänge am Vorabend anmelden –
                              12 Euro Gebühr