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Ein Platz, dem ich eher mit gemischten Gefühlen begegne. Sehr einfacher Einstieg, an einem sehr breiten Hotelstrand. Abu Dabbab ist eine weite Bucht mit ausgedehnter Sand- und Seegrasfläche, die in Richtung Buchtausgang sehr, sehr langsam auf max. 15 Meter abfällt.

Berühmt wurde dieser Platz durch eine regelmäßige Dugongbegegnung. So beliebt, dass bereits Plakate mit dem Tier auf dem Strand aufgestellt wurden und sich die umliegenden Tauchbasen deswegen an diesem Spot die Klinke in die Hand gaben. Gleichzeitig springen dort viele Hotelgäste, zumeist italienischer Herkunft, herum. Die weiblichen Exemplare werden von den Tauchern zumeist mit größerem Interesse beobachtet, als die vorhandene Meeresfauna. Die Vielzahl der beschlagenen Masken spricht Bände…



Die Bucht liegt ca. 30 Autominuten nördlich des Beachsafaris, es empfiehlt sich also allein deswegen dort zwei Tauchgänge zu machen. Der Tauchplatz schlägt zudem mit einer zusätzlichen „Eintrittsgebühr“ von ca. 10 Euro zu buche. Dafür bekommt man andererseits ein schattiges Plätzchen und einen lebhaften Badestrand mit richtigen Toiletten. Die Möglichkeit zwischen den Tauchgängen an der benachbarten Hotelbar einen Cocktail (ohne Alkohol versteht sich) zu schlürfen ist auch nicht zu verachten.

Was gibt es unter Wasser zu sehen?:

Nun was die Seekuh anging, kam es wie es kommen musste, der Streß durch die vielen Taucher und Schnorchler, die das arme Tier „stalkten“, war zu groß. Wenn überhaupt, lässt es sich nur noch selten in dieser Bucht sehen. Geblieben sind bis zu acht Schilkröten, die z.T. die Größe eines großen Rollkoffers erreichen und sich durch nichts und niemandem aus der Ruhe bringen lassen. Ich würde dennoch davon abraten diese Tiere anzufassen. Der Schnabel einer Schildkröte ist bestens dazu geeignet zu aufdringliche Grapschfinger um ein ordentliches Stück zu kürzen! Gegen ein gemütliches Fotoshooting im Flachwasser spricht hingegen nix. Kann man mal gemacht haben, ist aber auch gut dann…

Ansonsten ist die ausgedehnte Seegraswiese eher arm an Attraktionen. Hin und wieder ein Gitarrenrochen (Die Verwandschaft von Haien und Rochen lässt sich beim Anblick dieses Fisches wirklich nicht mehr leugnen), oder ein aufdringlicher Pilotfisch, der unbeirrbar eine Mittauchgelegenheit sucht. Seepferdchen sollen zwar vor Allem in solchen Seegraswiesen zu finden sein, sind darin aber i.d.R. so gut getarnt, dass ich bisher noch keines dort gesehen habe. Ich muss allerdings auch dazu einräumen, dass ich mir nicht oft die Mühe mache stundenlang nach diesen „pussierlichen Tierchen“ (Sielmann lässt grüßen!) zu suchen.

Wer gerne große Strecken abtaucht, dem sei ein Ausflug an das südliche Aussenriff der Bucht empfohlen. Herrlich gut erhaltene Hartkorallenformationen an dem Riffhang entschädigen dort für die lange Strecke über die schier endlos weite Seegraswiese.

Der Aussenriffplatz Abu Dabbab Garden, oder auch Abu Dabbab Caves, ist i.d.R. nur mit einem Zodiak zu erreichen. Der Spaß kostet allerdings dann auch an die 30 Euro. Ich selbst habe mir diesen Platz noch nicht angeschaut, kann daher auch nichts dazu schreiben.

Fazit:   

Abu Dabbab ist im Grunde für all diejenigen interessant, die mal wieder unter vielen Menschen sein wollen (sehen und gesehen werden). Ein Bedürfnis, dass bei längeren Campaufenthalten durchaus nachvollziehbar ist. Gerade am Wochenende soll es dort auch zu zünftigen Strandpartys mit reichlich Disco kommen. Ich selbst habe daran zwar noch nicht teilgenommen (Nein, wirklich Schatz!), kann mir aber vorstellen, dass so manch ein anderer Urlauber daran seine Freude hätte.

 

Abu Dabbab (Beach) in Zahlen:   
(Skala: niedrigster Wert (1): einfach bzw. schlicht – höchster Wert (5): schwer bzw. Sehenswert)

Anspruch:         1
Attraktivität:    2-3
Zus. Kosten:      ca. 10 Euro für den Strandeintritt